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Mitteilungen
Neues DFG-Projekt zur effizienten Entwicklung von 3D-Anwendungssoftware

Die Erstellung komplexer 3D-Software, z.B. von Anwendungen der Virtuellen oder Erweiterten Realität, stellt noch immer eine Herausforderung dar. Die mitwirkenden Entwickler haben oft einen unterschiedlichen fachlichen Kontext (3D-Design, Programmierung) und benutzen völlig verschiedenartige Entwicklungswerkzeuge und Datenformate. Dies erschwert die Integration der von ihnen geschaffenen Teilkomponenten in ein funktionierendes Gesamtsystem. Bis zur letztlichen Anwendung sind zudem oft mehrere Iterationszyklen notwendig. Im traditionellen Softwareengineering haben sich zur effizienten Erstellung großer Anwendungen modellgetriebene Methoden erfolgreich etabliert. Das DFG-geförderte Projekt "Roundtrip3D", das von Dr. Arnd Vitzthum an der Professur für Virtuelle Realität und Multimedia (Prof. Jung) durchgeführt wird, beschäftigt sich daher mit Konzepten und Werkzeugen zur Übertragung von modellgetriebene Ansätzen auf den 3D-Bereich. Damit soll vor allem auch die interdisziplinäre 3D-Entwicklung erleichtert werden. Im Zentrum steht das so genannte Roundtrip Engineering, das insbesondere iterative Vorgehensweisen mit unterstützt. Ein weiterer Fokus liegt auf der modellbasierten Anpassung von 3D-Anwendungen auf verschiedene Zielplattformen, wie Handhelds, Desktop-PCs oder sogar CAVE-artige Systeme.

 

 
Studentische Exkursion und Preisauszeichnung auf VR-Workshop
Am 18. und 19. November führten Studierende der Bachelor-Studiengänge Engineering & Computing sowie Angewandte Informatik eine Exkursion nach Braunschweig durch. Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) konnten sie nicht nur durch den Besuch mehrerer Forschungslabore interessante Einblicke in Anwendungen der Virtuellen Realität gewinnen. Die Exkursion war verbunden mit dem Besuch des jährlichen Workshops "Virtuelle und Erweiterte Realität", auf welchem insgesamt 24 Beiträge der deutschen VR-Forschung präsentiert wurden. Mit dem Best-Paper Award der Konferenz wurden in diesem Jahr Forschungsarbeiten aus Freiberg ausgezeichnet. Die Informatiker um Prof. Jung stellten mit dem Action Capture Verfahren eine neue Methode zur vereinfachten Animation virtueller Menschmodelle vor. Zielanwendungen des neuen Verfahrens liegen z.B. in der ergonomischen Überprüfung von virtuellen Prototypen.

 
 
Auszeichnung für Freiberger Robotik-Forschung

Auf dem diesjährigen IEEE Symposium zur Mensch-Roboter Interaktion und Kommunikation wurden die Arbeiten der Freiberger Informatiker um Prof. Bernhard Jung mit dem CoTeSYs Best Paper Award ausgezeichnet. Die Freiberger entwickelten zusammen mit japanischen Kollegen ein neues Lernverfahren für menschenähnliche (androide) Roboter. Hierbei lernen die Roboter während der Zusammenarbeit mit einem Menschen, sich an dessen Bewegungsabläufe anzupassen.

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Ultra-hochauflösender Projektionsraum am Institut für Informatik

Virtuelle Welten in einzigartiger Visualisierungsqualität können Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg erzeugen. Am Institut für Informatik wurde dazu ein Projektionsraum - eine sogenannte CAVE - eingerichtet, deren Technologie erstmals an einer Universität zum Einsatz kommt. In der ersten Ausbaustufe projizieren 18 hochauflösende Displays an drei, jeweils 9 Quadratmeter große Wände über 35 Millionen Bildpunkte. Dies übertrifft die Auflösung bisher üblicher CAVEs um ein Vielfaches. Anwendungsmöglichkeiten liegen etwa in der detailgetreuen Visualisierung von Supercomputing-Simulationen. Die Kosten für die Anschaffung übernahmen jeweils zur Hälfte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Land Sachsen.

Weitere Informationen: http://xsite.tu-freiberg.de/

 
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