In der Bologna-Erklärung vom 19. Juni 1999 haben die für das Hochschulwesen zuständigen Minister von 30 europäischen Staaten beschlossen, bis zum Jahr 2010 einen einheitlichen Europäischen Hochschulraum zu verwirklichen und zu diesem Zwecke auf eine Konvergenz der jeweiligen Hochschulsysteme in Europa hinzuarbeiten. Damit wird zugleich eine Annäherung an die Studienformen in der USA, Australien usw. erreicht. Ziel ist es, ein Studiensystem einzuführen, das im wesentlichen aus 2 Hauptzyklen (3+2 Jahre) besteht.
Als Ergebnis dieser Bemühungen werden seit 1999 in inzwischen 33 europäischen Staaten - darunter auch in Deutschland - konsekutive (d.h. gestufte) Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor/Bakkalaureus und Master/Magister eingeführt, die im Aufbau auch den Studienformen in den USA, Australien usw. entsprechen und die aus folgenden zwei Hauptzyklen bestehen:
- Der erste Zyklus ("undergraduate") dauert in der Regel drei Jahre und führt zu einem Bachelor/Bakkalaureus-Abschluss, der ein erster international anerkannte akademischer und gleichzeitig berufsqualifizierender Grad ist. Mit dem Bachelor/Bakkalaureus-Grad ist ein sofortiger Eintritt in die Berufstätigkeit möglich. Es besteht aber auch die Möglichkeit, das Studium an einer ausländischen oder deutschen Hochschule fortzusetzen und dort den Master/Magister abzulegen.
Die neue Studienstruktur bedeutet für die kürzeren Bachelor/Bakkalaureus-Studiengänge die Konzentration auf ein wissenschaftliches Kernfach und eine Ergänzung durch weitere wissenschaftliche oder fachübergreifende Qualifikationen. Um Beschäftigungsfähigkeit zu gewährleisten, erhält in diesen Studiengängen die Vermittlung von transferfähigem Basiswissen zusammen mit der Entwicklung von Schlüsselqualifikationen einen hohen Stellenwert.
- Der undergraduate-Abschluss ist eine Voraussetzung für die Zulassung zum zweiten Zyklus ("graduate"), der in der Regel nach zwei weiteren Jahren mit einem Master/Magister-Abschluss endet. Der Master/Magister ist also ein weiterer akademischer und berufsqualifizierender Grad, der nach dem Bachelor/Bakkalaureus-Grad abgelegt werden kann.
Das Master/Magister-Studium ermöglicht eine weitere inhaltliche Vertiefung und Spezialisierung in der gleichen Studienrichtung wie im vorangegangen Bachelor/Bakkalaureus-Studiengang oder in einer anderen kompatiblen Studienrichtung.
Hauptziele dieses "Bologna-Prozesses" sind:
An den Universitäten und Fachhochschulen Deutschlands sind seit 1999 Hunderte Bachelor/Bakkalaureus- und Master/Magister-Studiengänge entwickelt worden. Daneben werden aber auch weiterhin die bewährten Diplom-Studiengänge angeboten. Für den Studienanfänger ergeben sich damit größere Auswahlmöglichkeiten. Dabei ist zu beachten, dass das in Diplomstudiengängen in der Regel nach 2 Jahren abgelegte Vordiplom (im Gegensatz zum Bachelor-Abschluss) kein anerkannter erster berufsqualifizierender Abschluss ist.
In Sachsen werden auf der Basis des Beschlusses der Kultusministerkonferenz vom 5.3.1999 die lateinischen Grade Bakkalaureus und Magister vergeben, die in der englischsprachigen Übersetzung den international bekannten Graden Bachelor bzw. Master entsprechen. Die Grade können in universitären technischen Studiengängen - und damit auch für die Studiengänge an der TU Bergakademie Freiberg - mit dem Zusatz "Scientiarum" versehen werden.
Für die Studiengänge "Network Computing" bedeutet dies konkret:
Bachelor-Studiengang "Network Computing":
schließt nach einer Regelstudienzeit von 6 Semestern mit dem ersten akademischen Grad Bakkalaureus in Network Computing (bzw. als weibliche Form Bakkalaurea in Network Computing) ab. Der berufsqualifizierende Abschluss mit dem Grad Bakkalaureus in Network Computing entspricht dem international bekannten Abschluss Bachelor of Science (B.S.). Der Bakkalaureus/Bachelor ist der erste akademische und gleichzeitig eigenständige berufsqualifizierende Grad.
(Der Bachelor of Science, und damit auch der Bakkalaureus in Network Computing, ist ein international anerkannter universitärer Abschluss, was für das Vordiplom im Rahmen von Diplomstudien an deutschen Hochschulen nicht zutrifft.)
Master-Studiengang "Network Computing":
schließt nach einer Regelstudienzeit von 4 Semestern mit dem akademischen Grad Magister Scientiarum (M.Sc.) für den Studiengang Network Computing ab. Der berufsqualifizierende Abschluss mit dem Grad Magister Scientiarum an sächsischen Universitäten entspricht dem international bekannten Abschluss Master of Science (M.S.). Andererseits entspricht der Abschluss Magister Scientiarum in technischen Studiengängen auch dem bisher in Deutschland alleinig üblichen und auch heute parallel zu den Magister-Studien weiter angebotenen akademischen Abschluss Diplom-Ingenieur.
Alle Lehrveranstaltungen des Bachelor- und des Master-Studiengangs "Network Computing" finden in deutscher Sprache statt.
(All lectures of the courses of study "Bachelor / Master in Network Computing" will be held in german language.)
Allgemeine Informationen zu Inhalt und Ablauf der Studiengänge "Bachelor / Master in Network Computing" für alle Studienbewerber erhalten Sie vom Institut für Informatik über die folgenden Links: Bachelor in Network Computing / Master in Network Computing
Allgemeine Informationen für ausländische Studienbewerber zum Studium an der TU Bergakademie Freiberg, zur Bewerbung und Einschreibung für ein Studium, zum Aufenthalt in Deutschland, zur Finanzierung des Studiums, zu Wohnungen in Freiberg usw. erhalten Sie vom International Center "Alexander von Humboldt" der TU Bergakademie Freiberg über folgende Links:
Die Bearbeitung der Bewerbungen ausländischer Interessenten und die Zulassung zum Studium liegt in der Verantwortung von:
Allgemeine Hinweise zum Studium in Deutschland (Visa, Bewerbung, Finanzierung usw.) für ausländische Bewerber finden Sie auch auf den WWW-Seiten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes.